Wenn ADHS die Beziehung auf die Probe stellt
ADHS beeinflusst nicht nur den Alltag der betroffenen Person – sondern oft auch die Beziehung. Missverständnisse, emotionale Überforderung, impulsive Konflikte oder das Gefühl, „aneinander vorbeizuleben“, können Paare stark belasten. Gleichzeitig bringen viele Beziehungen mit ADHS auch besondere Stärken mit: Kreativität, Intensität, Humor, Spontaneität und emotionale Tiefe.
Häufig ist zum Zeitpunkt einer ADHS-Diagnose die Beziehung bereits durch jahrelange Missverständnisse belastet. Die Diagnose bringt Erklärung, aber nicht automatisch Entlastung: Viele Paare wissen nun, *warum* bestimmte Konflikte entstehen – aber nicht, wie sie anders miteinander umgehen können.
In meiner Praxis biete ich Paartherapie für Paare an, bei denen mindestens ein Partner von ADHS betroffen ist. Ziel der gemeinsamen Arbeit ist es, wieder mehr Verständnis füreinander zu entwickeln, festgefahrene Dynamiken zu verändern und neue Wege im Umgang miteinander zu finden.
Für wen ist dieses Angebot?
Das Angebot richtet sich an:
- Paare mit diagnostiziertem oder vermutetem ADHS
- hetero- und homosexuelle Paare
- junge Paare ebenso wie langjährige Partnerschaften
- Paare in akuten Krisen oder mit wiederkehrenden Konflikten
- Menschen, die ihre Beziehung bewusster und verständnisvoller gestalten möchten
Typische Themen in der Paartherapie
Viele Paare kommen mit Fragen und Belastungen wie:
- häufigen Streitigkeiten und Eskalationen
- emotionaler Überforderung oder Rückzug
- Schwierigkeiten in Kommunikation und Konfliktlösung
- Impulsivität, Vergesslichkeit oder fehlender Verlässlichkeit
- Mental Load und ungleicher Aufgabenverteilung
- Verletzungen durch Kritik, Schuldzuweisungen oder Missverständnisse
- Problemen mit Nähe, Sexualität oder Intimität
- Erschöpfung durch wiederkehrende Beziehungsmuster
ADHS zeigt sich in Beziehungen oft anders als erwartet. Gemeinsam betrachten wir nicht nur Symptome, sondern die Dynamik zwischen beiden Partnern – wertschätzend, strukturiert und ohne Schuldzuweisungen.
Mein therapeutischer Ansatz
Als Psychologische Psychotherapeutin und Klinische Neuropsychologin arbeite ich seit Jahren schwerpunktmäßig mit Menschen mit ADHS und den damit verbundenen Folgestörungen. Diese fachliche Tiefe bringe ich in die Paartherapie ein: Ich verstehe ADHS nicht nur als Diagnose, sondern als etwas, das sich konkret auf Aufmerksamkeit, Emotionsregulation, Impulskontrolle und Beziehungsverhalten auswirkt – und das sich von „gewöhnlichen“ Beziehungskonflikten unterscheidet, auch wenn es sich manchmal so anfühlt.
Ich arbeite wissenschaftlich fundiert, ressourcenorientiert und mit einem klaren Blick auf die Besonderheiten von ADHS in Partnerschaften. Dabei verbinde ich psychotherapeutische Methoden mit konkreten Strategien für den Alltag.
Im Mittelpunkt stehen:
- bessere gegenseitige Verständigung
- emotionale Regulation und Konfliktkompetenz
- Verständnis für neurodivergente Beziehungsmuster
- Entwicklung realistischer gemeinsamer Strukturen
- Stärkung von Verbindung, Vertrauen und Wertschätzung
Die Therapie bietet einen geschützten Raum, in dem beide Perspektiven gehört werden und neue Erfahrungen miteinander möglich werden.
Organisatorisches
Die Paartherapie ist ein privat zu zahlendes Angebot und wird nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Termine finden nach Vereinbarung in meiner Praxis statt.
Wenn Sie sich angesprochen fühlen, freue ich mich über Ihre Kontaktaufnahme für ein erstes Kennenlernen.
Kosten: Das Honorar für eine Paarberatung beträgt 260 Euro/90 min (inkl. 19 % USt.). Eine Paarberatungs-Sitzung dauert in der Regel 90 Minuten.
Kontakt
Bei Interesse freue ich mich über Ihre Anmeldung bzw. Kontaktaufnahme. Schreiben Sie mir gerne eine E-Mail an kontakt@lehmann-therapie-muenster.de oder rufen Sie mich unter 0251-53953015 an. Meine telefonischen Sprechzeiten sind dienstags von 9:00 bis 11:00 Uhr.